Ein besonderes Erlebnis in Annaberg-Buchholz: Geschichte, Gemeinschaft und echtes “Facebook” am Kaffeetisch

Am 14.7.2026 erlebten wir – die Regionalgruppe 15 Erzgebirge und die Regionalgruppe 11 aus Leipzig im Bundesverband Poliomyelitis e.V. – einen unvergesslichen Ausflug in die Bergkirche St. Marien. Direkt am Annaberger Marktplatz gelegen, bot sie uns eine wunderbare Kulisse für unser Treffen.

Organisiert wurden diese gemeinsamen Stunden, in denen wir Geschichte hautnah erleben durften, von unserer Gerda Wittich aus Annaberg-Buchholz. Da wir stets mit mehreren Rollis und Rollatoren unterwegs sind, erfordert ein solcher Ausflug immer eine durchdachte Planung und gute Organisation. Die Bergkirche lässt sich glücklicherweise barrierefrei erkunden.

Unsere besondere Führung fand zu einer nicht üblichen Besucherzeit statt und wurde von der Kirchenpädagogin Frau Andrea Thiele von der St. Annen Kirche geleitet. Sie nahm uns mit auf eine fesselnde Reise durch die Jahrhunderte. Wir erfuhren, dass das ehrwürdige Gotteshaus im Jahr 1502 von der örtlichen Knappschaft und den Bergleuten des Reviers in Auftrag gegeben wurde. Von 1511 bis 1863 diente die Kirche exklusiv der Andacht der Bergleute und ist bis heute als einzige bergmännische Sonderkirche Sachsens erhalten geblieben.

Ein ganz besonderer Schatz im Inneren der Kirche ist die Bergmännische Krippe.

Frau Andrea Thiele stellte uns die einzelnen geschnitzten und liebevoll bemalten Figuren ausführlich vor. Diese einmalige Krippe besteht aus 33 Ensembles mit etwa 1,20 Meter großen Holzfiguren. Im Gegensatz zu klassischen Weihnachtskrippen zeigen die Figuren traditionelle Bergleute und Bürger aus dem 19. Jahrhundert. So bringen hier anstelle der Heiligen Drei Könige drei Bergbeamte aus den führenden erzgebirgischen Revieren ihre Gaben zum neugeborenen Christkind.

Zu unserem Ausflug gehörte neben der Kultur auch das seltene Glück, heftige sommerliche Regenfälle miterleben zu dürfen 😉 Das tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch!

Nach unserem Besuch in der Kirche kehrten wir an einem festlich gedeckten Tisch in der Bäckerei Roscher ein, die ebenfalls barrierefrei und sehr gut zugänglich ist.

Nach unserem Besuch in der Kirche kehrten wir an einem festlich gedeckten Tisch in der Bäckerei Roscher ein, die ebenfalls barrierefrei und sehr gut zugänglich ist. Dort saßen wir lange zusammen und haben uns intensiv ausgetauscht. So funktioniert echtes "Facebook" – von Angesicht zu Angesicht am Kaffeetisch!

Dort saßen wir lange zusammen und haben uns intensiv ausgetauscht. So funktioniert echtes “Facebook” – von Angesicht zu Angesicht am Kaffeetisch! Persönliche Treffen und das entspannte Planen für die Zukunft: Besser geht es einfach nicht. Der Kaffee und der Kuchen waren klasse und als Sammelbestellung für alle erschwinglich. Ein Besuch dort ist sehr zu empfehlen!

Wie geht es 2026 weiter?

Unsere nächsten Aktivitäten werfen bereits ihre Schatten voraus: Geplant ist im August ein Besuch des Industriemuseums in Chemnitz, sowie im Oktober unser gemeinsames Treffen mit der Regionalgruppe 11 in Leipzig anlässlich deren 30-jährigen Bestehens.

Alle weiteren Termine und Vorhaben stehen wie gewohnt in unserem Arbeitsplan auf der Webseite. Schaut immer mal wieder rein oder meldet euch in unserer WhatsApp-Gruppe an – so verpasst man/frau keine Informationen des ORGA-Teams.

[Text und Bilder René Goldschadt]


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